„Heimat“ in Stuttgart?

Am 31.12.2013 endete das Projekt zur Unterstützung jugendlicher Migranten, überwiegend aus Afghanistan, dem Mahgreb, Pakistan und Indien die nach Stuttgart kommen, weil sie in ihrer Heimat keine Perspektive sehen. Sie sind illegal eingereist und haben hier keine Familienangehörigen.
Sind sie minderjährig, erhalten sie Jugendhilfe.
Diejenigen, die älter als 18 Jahre geschätzt werden (durch Inaugenscheinnahme) erhalten lediglich eine reduzierte Form von Asylbewerberleistungen in Form von Essens- und Kleidungsgutscheinen. Sie haben keinerlei Anspruch auf Förderung (wie zum Beispiel einen Sprachkurs). Erwerbstätigkeit ist ihnen nicht gestattet, schulische oder berufliche Ausbildung ist dadurch ausgeschlossen. Untereinander halten beide Gruppen von jungen „Flüchtlingen“ Kontakt zueinander.

Die Mitarbeiter der AGDW leisteten mit dieser Zielgruppe eine offene Gruppenarbeit. Dazu haben sie einen regelmäßigen Kontakt zu ihr aufgebaut und boten Möglichkeiten der Orientierung in der Aufnahmegesellschaft. Den jungen Leuten wurden die verschiedenen Institutionen der offen Jugendarbeit (Jugendhaus, mobile Jugendarbeit etc) vorgestellt und auch die Mitarbeiter der offenen Jugendarbeit wurden für diese Gruppe sensibilisiert. Sie lernten Stadtteilinstitutionen wie Stadtbücherei, Theater und Museen kennen.
In Gruppentreffen wurden mit den jungen Migranten die individuellen Perspektiven einer Zukunft hier oder im Heimatland geklärt. Dabei ging es um Themen wie schulische und berufliche Orientierung, Werte, Migration, Heimat und Flucht, kulturelle Unterschiede.
Sie wurden motiviert, an einer beruflichen Qualifizierungsmaßnahme teilzunehmen oder gemeinnützige Arbeit zu leisten. Die Mitarbeiter boten in der Unterkunft einen niederschwelligen Deutschkurs an und informierten (in Zusammenarbeit mit der Aidshilfe Stuttgart) über Gesundheitsprävention. Freizeitangebote wie Fussball, Schwimmen und Grillen rundeten das Angebot ab.

Gefördert durch:
Projektmittelfonds „Zukunft der Jugend“ des Jugendamts Stuttgart
und
Integrationsoffensive Baden Württemberg

Kontakt:
Brigitte John-Onyeali
E-Mail: brigitte.john-onyeali@agdw.de