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Erhalt der Rückkehrberatungsstelle in der Stadt Stuttgart

Vor einigen Tagen haben wir erfahren, dass das BAMF unseren im September 2017 gestellten Folgeantrag für die Finanzierung der Rückkehrberatung ab 01.04.2018 als „nicht förderungswürdig“ abgelehnt hat.

Eine Begründung hierfür liegt uns noch nicht vor, jedoch sind die Anträge unserer Kooperationspartner in der Rückkehr-
kooperation Württemberg abgelehnt worden (2015 schloss sich „Zweite Chance Heimat“ mit den Rückkehrprojekten der Stadt Schwäbisch Gmünd, des Ostalbkreises und der Landkreise Biberach und Ravensburg zur „Rückkehrkooperation Württemberg“ zusammen).

„Zweite Chance Heimat“ war das erste aus EU-Mitteln geförderte Rückkehrprojekt in Baden-Württemberg. Es zeichnet sich durch Erfahrung, Kompetenz und Innovationsbereitschaft aus. Es hat durch seine Tätigkeit entscheidend zu einer Entschärfung der Flüchtlingssituation in den Krisenjahren in Stuttgart beigetragen.

Damit ist uns die Finanzierung weggebrochen für ein Projekt, das der AGDW e.V. seit 2004 mit dem Rückkehrprojekt „Zweite Chance Heimat“ zu einer qualifizierten Beratungsstelle zur freiwilligen Rückkehr von Geflüchteten und ausreisepflichtigen Drittstaatsangehörigen auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Stuttgart entwickelt hat.

Ein jahrelang mühsam aufgebautes und gut funktionierendes Netzwerk wird zerschlagen, obwohl die Zahl der ausreisepflichtigen Flüchtlinge kontinuierlich steigt und die angestrebten Abschiebemaßnahmen nicht das gewünschte Resultat erbringen. Jede Ausreisestatistik belegt, dass freiwillige Ausreisen erfolgreicher sind als zwangsweise Rückführungen. Sollten die Beratungsstellen nicht weitergeführt werden können, müssten deren Aufgaben die Ausländerbehörden übernehmen, die personell und inhaltlich nicht auf diese Tätigkeit vorbereitet sind.

Wir führen nun Gespräche mit allen Akteuren und erfahren eine breite Unterstützung, die hoffentlich die Fortführung unserer Arbeit möglich machen wird.

Hierzu nachstehend aktuelle Berichte aus der Presse:

Bundesamt zerschlägt Rückkehrhilfe, Stuttgarter Zeitung vom 03.07.2018

Städte haben keine Zeit für Ränkespiele, Stuttgarter Zeitung vom 03.07.2018

Radiobeitrag, SWR-Portrait Rückkehrberatung, SWR4 vom 09.07.2018


 

Mitgliederversammlung Juni 2018

Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung wurden zwei langjährige Mitarbeiter

Herr Gert Lienig und Herr Karl-Heinz Lubotzki

in den verdienten Ruhestand verabschiedet.


 

Verabschiedung und offene Türen

Abschied Jama Maqsudi

Am 16.01.2018 verabschiedete sich Jama Maqsudi offiziell, im Rahmen eines festlichen Empfangs, von Kooperationspartnern und Weggefährten in den wohlverdienten Ruhestand.
Neben seiner langjährigen Tätigkeit für die AGDW als leitender Sozialarbeiter in Gemeinschaftsunterkünften, zuletzt in Stuttgart-Hofen, sowie als stellvertretender Geschäftsführer, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der AGDW, war und ist Jama Maqsudi unter anderem Mitglied im Internationalen Ausschuss der Stadt Stuttgart und Mitglied der Härtefallkommission des Landes Baden-Württemberg. Darüber hinaus engagiert er sich seit langem besonders für die Menschen in Afghanistan in dem von ihm gegründeten Deutsch-Afghanischen Flüchtlingshilfeverein e.V.

Tag der offenen Tür

Am Nachmittag desselben Tages wurden die Türen der neuen Geschäftsstelle in der Rotebühlstraße 63 für alle Interessierten geöffnet. Viele Besucherinnen und Besucher ließen sich zu diesem Anlass durch die im Oktober letzten Jahres bezogenen Büroräume führen.

Sie beherbergen

  • die Geschäftsführung und die Verwaltung
  • die Vormundschaftsbüros für Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge,
  • die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer und
  • das Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit – NIFA

 

70 Jahre Erklärung der Menschenrechte

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1948 von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet. Sie umfasst 30 Artikel, in denen die Rechte und Freiheiten eines jeden Menschen festgelegt sind. Zu ihrem 70. Geburtstag in diesem Jahr hat sie an Aktualität und Dringlichkeit nichts eingebüßt.
Deshalb widmet sich der Paritätische in diesem Jahr dem Thema Menschenrechte mit Veranstaltungen und einer Plakatkampagne unter dem Motto: MENSCH, DU HAST RECHT! 

Das Info-Faltblatt zur Kampagne finden Sie hier als PDF.


 

Für eine Welt in der niemand fliehen muss

Am 09.12.2017, hat der AGDW e.V. mit dazu beigetragen ein deutliches Zeichen gegen die aktuelle deutsche Abschottungs- und Abschiebepolitik zu setzen.

Über 60 Organisationen hatten zur landesweiten Demonstration unter dem Motto „Für eine Welt in der niemand fliehen muss“ aufgerufen. Bis zu 1.700 Menschen folgten dem Protestaufruf, um auf die Zusammenhänge bei der Verursachung von Flucht aufmerksam zu machen. So auch der AGDW e.V.

Weitere Infos unter:
www.flucht-demo.de

Impressionen zu dem Protest am 09.12.2017 auf dem Schlossplatz in Stuttgart: