Archiv der Kategorie: Allgemein

Gemeinschaftsunterkünfte sind keine Lernorte

Der Umgang mit der Corona-Pandemie forderte auch den AGDW e.V. und seine Mitarbeitenden.

Frau Karin Dressel, Geschäftsführerin des AGDW e.V., beschreibt in dem beigefügten Artikel des PARITÄTinform des Wohlfahrtsverbandes DER PARITÄTISCHE BADEN-WÜRTTEMBERG die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen und den Alltag mit Corona in den Unterkünften und bei den Beratungen.

Bitte lesen Sie weiter in dem beigefügten Artikel.

AGDW im Umgang mit Corona

Quellenangabe: PARITÄTinform September 2020, Seite 27


 

Erster Lernraum für Kinder und Jugendliche in einer Stuttgarter Flüchtlingsunterkunft

In einem Systembau in Feuerbach der von der AGDW betreut wird hat die Stadt Stuttgart jetzt den ersten Lernraum für Kinder und Jugendliche eröffnet.

Als die Schulen pandemiebedingt schlossen und das Homeschooling begann, wurde die schwierige Lernsituation der Kinder und Jugendlichen in Gemeinschaftsunterkünften besonders deutlich. Konzentriertes Lernen ist durch die beengte Unterbringung erschwert. Häufig fehlt die technische Ausstattung, um am Homeschooling teilzunehmen.

„Gerade in diesen herausfordernden Zeiten müssen wir uns verstärkt um die Kinder und Jugendlichen kümmern, die erschwerte Bedingungen haben“, sagte Bildungsbürgermeisterin Isabel Fezer, die den Lernraum in der Krailenshaldenstraße gemeinsam mit Sozialbürgermeisterin Alexandra Sußmann zur Eröffnung besuchte.

„Die Kinder und Jugendlichen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, sind aufgrund der beengten Wohnsituation und zusätzlich durch mangelnde Deutschkenntnisse im Nachteil. Den gilt es auszugleichen“, so Alexandra Sußmann.

Die Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft hat das Konzept in Abstimmung mit dem Sozialamt entwickelt. Der Ausbildungscampus Stuttgart bringt sich über sein Projekt „Digital for all kids“ ein und sorgt für schnelles Internet und die Technik.

Murat Dirican, hauptamtlicher Mitarbeiter beim AGDW e.V., ist der neue Lernraumkoordinator – er ist die feste Bezugsperson für Kinder und Ehrenamtliche. Diese unterstützen die Kinder und Jugendlichen bei den Hausaufgaben und beim Lernen. Dafür werden auch noch weitere Ehrenamtliche gesucht.

Im Lernraum stehen vier Arbeitsplätze mit Laptops und schnellem Internet, sowie ein Drucker zur Verfügung. Lernmaterial steuerte der Klett Verlag bei, Tische und Stühle kamen vom Schulverwaltungsamt.

Einen Artikel aus der Stuttgarter Zeitung von der Eröffnung des Lernraums können Sie hier lesen: Erster Lernraum für Flüchtlingskinder eröffnet – Stuttgarter Zeitung vom 01.10.2020


 

 

Die Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg fordert ein Landesprogramm zur Aufnahme besonders schutzbedürftiger Menschen aus Flüchtlingslagern

in Griechenland warten Tausende Geflüchtete unter katastrophalen Bedingungen in den Flüchtlingslagern endlich auf eine Lebensperspektive. Ebenso ist die Aufnahme und die Verteilung von Personen, die im Mittelmeer aus Seenot gerettet wurden, weiterhin ungelöst. 
In einem Schreiben an Ministerpräsident Kretschmann appellieren die Wohlfahrtsverbände dringend an die Landesregierung von Baden-Württemberg, ein eigenes, dauerhaftes Landesprogramm zur Aufnahme besonders schutzbedürftiger Menschen aus Flüchtlingslagern zu schaffen. 
Mit ihrer Forderung schließt sich die Liga den vielen Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg an, die sich wiederholt zur Aufnahme von Geflüchteten bereit erklärt haben. 

Den vollständigen Brief an Ministerpräsident Kretschmann können Sie hier lesen: Landesprogramm zur Aufnahme von besonders schutzbedürftigen FLüchtlingen 


 

 

Ehrenamtliche Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Minderjährige Flüchtlinge, die ohne Begleitung ihrer Eltern nach Deutschland einreisen, sind eine besonders schutzbedürftige Gruppe unter den Flüchtlingen. Sie brauchen ehrenamtlich tätige, engagierte Vormünderinnen und Vormünder! 

Als Kooperationspartner des bundesweiten Projektes Do it!“ ist die AGDW seit Anfang 2020 für die Gewinnung, Qualifizierung und Begleitung der ehrenamtlichen Vormünder*innen in Stuttgart und Umgebung zuständig.  
Hierbei unterstützen wir das Jugendamt Stuttgart und wollen ein Angebot für die Jugendämter in der Region verwirklichen. 

Mehr Informationen zum Projekt unter  


 

 

100 Euro mehr – sofort!

Die finanziellen Auswirkungen der Corona- Pandemie treffen Menschen die auf existenzsichernde Sozialleistungen angewiesen sind besonders hart: Grundnahrungsmittel werden spürbar teurer, Dinge des täglichen Lebens werden von zahlungskräftigeren Gruppen stärker nachgefragt und damit schwerer verfügbar. Kindertageseinrichtungen, Schulen und soziale Institutionen mit kostenlosen Essensangeboten sind geschlossen, Hilfsangebote von Tafeln nicht oder nur eingeschränkt zugänglich. Zusätzliche Ausgaben für notwendige Schutzkleidung und Hygieneartikel belasten die Haushalte.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert deshalb in einem gemeinsamen Aufruf mit Sozialverbänden und Gewerkschaften, diese Menschen mit einer Soforthilfe zu unterstützen und ihnen einen pauschalen zusätzlichen Betrag von 100 Euro monatlich unbürokratisch zukommen zu lassen.

            Den gesamten Aufruf können Sie hier als PDF herunterladen